


Mit einem Marktanteil von 15% im ersten Halbjahr 2009 unterstreicht Daimler Buses erneut seine Führungsposition im internationalen Busgeschäft. Daimler Buses setzte in den ersten sechs Monaten 2009 weltweit 15.112 (i. Vj. 20.243) Busse und Fahrgestelle der Marken Mercedes-Benz, Setra und Orion ab. Der Umsatz für diesen Zeitraum belief sich auf gut 2 Mrd. (i. Vj. 2,24 Mrd.) Euro, das EBIT lag bei 114 Mio. (i. Vj. 245 Mio.) Euro.
„Trotz geänderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen haben wir unsere weltweite Marktführerschaft behauptet und konnten in vielen Regionen sogar Marktanteile hinzugewinnen. Dies zeigt, das Geschäftssystem Daimler Buses ist sehr stabil. Die Profitabilität liegt bei einer Umsatzrendite von 6 %. Wir können somit zuversichtlich auf die kommenden Monate blicken“, sagte Hartmut Schick, Leiter Daimler Buses auf einer Pressekonferenz im Vorfeld der Messe „Busworld“ in Kortrijk/Belgien.
Der internationale Busmarkt war in der ersten Jahreshälfte 2009 durch einen weltweiten Absatzrückgang geprägt. Von dieser Entwicklung war auch Daimler Buses betroffen, wenngleich die Rückgänge deutlich geringer als im Gesamtmarkt ausfielen. Im wichtigen deutschen Heimatmarkt und in Spanien, Italien und Frankreich konnte Daimler Buses gegen den Trend Marktanteile hinzugewinnen.
In Brasilien konnte der Marktanteil verteidigt werden, in Mexiko sogar um zehn Prozentpunkte ausgebaut werden. Dort ist Daimler Buses mit 60% Marktanteil unangefochtener Marktführer. Auf dem insgesamt rückläufigen nordamerikanischen Markt generierte Daimler Buses einen beachtlichen Absatzuwachs von 17%.

Die höheren Marktanteile konnte sich Daimler Buses unter anderem durch Großaufträge sichern. Die beiden jüngsten Großaufträge kommen aus den Niederlanden: 350 Mercedes-Benz Citaro Stadtbusse gehen an den Nahverkehrsbetreiber Qbuzz, während die Region Arnheim Nimwegen 75 erdgasbetriebene Citaro bestellt hat. In Berlin erweitern die Stadtbetriebe ihre Busflotte um 144 Mercedes-Benz Citaro Stadtbusse.
Mit der offiziellen Übergabe des 25.000sten Citaro an einen Kunden ist dieser Bus der erfolgreichste Stadtbus aller Zeiten. Die staatlichen Verkehrsbetriebe von Tashkent/Usbekistan bestellten 200 Mercedes-Benz Conecto für den innerstädtischen Verkehr. Weitere Großaufträge erhielt Daimler Buses aus Südafrika über 125 Mercedes-Benz Zubringerbusse für das dortige Gautrain-Schnellbahnprojekt. Bei Daimler Buses North America wurden kürzlich mehr als 300 Linien-, Reise- und Shuttlebusse geordert. Und in Chile konnte der größte Auftrag für dieses Jahr mit 700 Fahrgestellen verkündet werden.
Für das Gesamtjahr 2009 rechnete Daimler Buses damit, dass die weltweite Nachfrage nach Bussen größer 8 Tonnen von über 280.000 auf rund 248.000 Einheiten sinken wird, wobei wesentliche Kernmärkte sich auf dem Niveau des ersten Halbjahres stabilisieren sollten. Vor diesem Hintergrund sagt Hartmut Schick: „Wir sind sicher, dass wir Ende des Jahres weiterhin der unangefochtene Marktführer sein werden. Und wir werden die Marktanteilsgewinne des 1. Halbjahres weiter ausbauen. Insgesamt werden wir so weiter profitabel sein und die Fabriken in Europa bis zum Jahresende voll auslasten.“
Wegbereiter für den nachhaltigen Erfolg ist die strategische Ausrichtung von Daimler Buses. Sie umfasst die vier Kernbereiche „Operational Execellence/Efficiency“, „Wachstum in traditionellen Märkten“, „Wachstum in neuen Märkten“ sowie „Technologieführerschaft“. Hartmut Schick: „Wir arbeiten ständig daran, Kernprozesse, Kostenstrukturen und unsere Vertriebsstrategie zu verbessern. Das bedeutet zum Beispiel, noch mehr Flexibiltät in unserem europäischen Produktionsverbund zu schaffen und Kundenwünsche noch individueller und präziser erfüllen zu können.“ Ferner soll die Entwicklung neuer Produkte vorangetrieben werden. Dazu gehören die Adaption der neuen Euro 6-Motoren-Generation und die Fokussierung auf alternative Antriebstechnologien, wie beispielsweise diesel-elektrische Hybride und der Brennstoffzellen-Hybrid. Auch Kooperationen mit lokalen Partnern werden ausgeweitet, zum Beispiel in Indien, Russland und China.
Bild oben rechts: Hartmut Schick, Leiter Daimler Buses