


(Stuttgart, 20.08.2007)
Viele Caravaner haben es bereits erlebt: Eine Windbö, ein Spurwechsel oder das Herausfahren aus dem Windschatten des Nebenmanns beim Überholen versetzt den Caravan in Pendelschwingungen. Ein schlingernder Anhänger bringt das Gespann schnell aus der Ruhe. Die Schwingungen können sich bis zu einem kritischen Wert steigern, bei dem das Gespann ins Schleudern gerät. Bei Viano und Vito stabilisiert jetzt die ESP®-Anhängerstabilisierung das Gespann und baut über automatische Bremseingriffe gefährliche Pendelschwingungen ab.
Die ESP®-Anhängerstabilisierung ist eine Zusatzfunktion des Elektronischen Stabilitäts-Programms (ESP®) und nutzt dessen Sensoren. Mit Hilfe des Gierratensensors erkennt es Bewegungen um die Hochachse des Fahrzeugs und leitet mit aktiven Bremseingriffen Gegenmaßnahmen ein. Es gibt keine Zusatzsensorik am Anhänger oder an der Anhängerkupplung.
Die ESP®-Anhängerstabilisierung geht dabei wie folgt vor: Wird ein Schlingern erkannt, werden die Räder an der Vorderachse abgebremst und gleichzeitig erfolgt eine Reduzierung des Motordrehmoments. Bei mehreren aufeinanderfolgenden Eingriffen werden die Schwellen aufgeweitet und der notwendige Bremseingriff entsprechend stärker. Die stärkeren Bremseingriffe führen dann zu einer deutlichen Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit. Dadurch wird dem Fahrer die Gefahr des schlingernden Anhängers signalisiert und er wird darauf hingewiesen, dass er sich zu häufig im kritischen Geschwindigkeitsbereich aufhält.
Dank seiner sensiblen Wirkungsweise wirkt die ESP®-Anhängerstabilisierung dem Entstehen kritischer Pendelschwingungen bereits im Ansatz entgegen und kann sie vielfach bereits mit sanften Regeleingriffen an der Vorderachse unterbinden – ein deutlicher Gewinn an Sicherheit und Komfort. Die ESP®-Warnleuchte in der Armaturentafel zeigt dem Fahrer den Regeleingriff an.