Abschied aus der DTM: Die Saison 2018.

DTM Finale mit Titel-Triple

Abschied aus der DTM: Die Saison 2018.

Anfang Mai schlug Mercedes-AMG Motorsport das erste von zehn Kapiteln in seiner Jubiläumssaison 2018 mit einem Sieg beim ersten Saisonrennen in Hockenheim auf. Am gleichen Ort schrieb das Team heute beim Heimrennen der Marke das letzte Kapitel in seiner 30-jährigen DTM-Geschichte und schloss damit eine denkwürdige Saison gebührend ab.

  • Der Mercedes-AMG C 63 DTM gewann 9 der 20 Saisonrennen (die meisten aller drei Hersteller) - darunter 5 Doppelsiege; im ersten Rennen in Zandvoort gelang dem Team sogar ein Vierfacherfolg.
  • Mit Gary Paffett (3 Siege), Paul Di Resta (3 Siege), Edoardo Mortara (2 Siege) und Daniel Juncadella (1 Sieg) gelang vier von sechs Fahrern des Teams der Sprung auf das oberste Podesttreppchen. Daniel Juncadella erzielte in Brands Hatch seinen Debütsieg in der DTM.
  • Im Verlauf der Saison gingen 14 der 20 Pole Positions an einen Mercedes-AMG Motorsport DTM-Fahrer – sieben Mal gingen zwei Fahrer des Teams aus der ersten Startreihe ins Rennen.
  • Zwischen dem ersten Rennen auf dem Hungaroring und dem ersten Nachtrennen der DTM-Geschichte in Misano stand neun Mal in Folge ein Mercedes-AMG C 63 DTM auf der Pole Position – ein neuer DTM-Rekord.
  • Auch bei den schnellsten Rennrunden führt der Mercedes-AMG C 63 DTM die Statistik an: Insgesamt zwölf Mal fuhr ein Mercedes-AMG Motorsport DTM-Fahrer die schnellste Runde eines der 20 Saisonrennen.
  • Auch die Teammeisterschaft geht in der Abschiedssaison nach Stuttgart und Affalterbach: Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS (363 Punkte) gewann den Teamtitel vor Mercedes-AMG Motorsport REMUS (P2, 294 Punkte) und SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG Motorsport (P4, 261 Punkte).

30 Jahre DTM: Zahlen & Fakten.

DTM Finale mit Titel-Triple

30 Jahre DTM: Zahlen & Fakten.

Vor 30 Jahren begann die Erfolgsgeschichte von Mercedes-AMG Motorsport in der DTM mit dem werksseitigen Einstieg zur Saison 1988. Seitdem erlebte die erfolgreichste Marke in der Geschichte der DTM viele spektakuläre Siege, neue Rekorde und emotionale Momente.

  • Erstes DTM-Rennen nach Werkseinstieg: 03. April 1988 in Zolder (3. Platz durch Jörg van Ommen).
  • Erster DTM-Sieg: Dany Snobeck (Nürburgring 1988), erster Werkssieger: Johnny Cecotto (Avus 1988).
  • 190 Siege (109 Doppelsiege) in 436 DTM-Rennen: 43 Erfolge gehen auf das Konto des siegreichsten DTM-Fahrers der Geschichte – Bernd Schneider. Mit 85 Siegen und einer Siegquote von 53% ist die AMG-Mercedes C-Klasse DTM das erfolgreichste Auto in der Geschichte der DTM.
  • Mercedes-AMG Motorsport DTM-Fahrer erzielten 140 Pole Positions, dabei gingen 80 Mal zwei Mercedes-Fahrer aus der ersten Startreihe ins Rennen.
  • In 436 Rennen erzielten Mercedes-AMG Motorsport DTM-Fahrer 193 Mal die schnellste Rennrunde.
  • Mercedes-AMG Motorsport gewann mit fünf verschiedenen Fahrern 11 Mal den Titel in der DTM: Klaus Ludwig (1992, 1994), Bernd Schneider (1995, 2000, 2001, 2003, 2006), Gary Paffett (2005, 2018), Paul Di Resta (2010) und Pascal Wehrlein (2015).
  • Bernd Schneider ist mit fünf Fahrertiteln Rekordmeister der DTM. Zudem führt er mit 236 gefahrenen Rennen, 25 Pole Positions und 43 Siegen bis heute die Rekordbücher der DTM an.
  • Der DTM-Champion von 2015, Pascal Wehrlein, ist jeweils der jüngste Starter, Rennsieger und Champion in der Geschichte der Serie.
  • Mercedes-AMG Motorsport gewann sieben Mal die Herstellerwertung (1991, 1992, 1994, 1995, 2003, 2005, 2018) und 14 Mal die Teamwertung (1991, 1992, 1995, 2000, 2001, 2002, 2003, 2005, 2006, 2008, 2009, 2010, 2015, 2018) der DTM.

Stimmen zum Rennen.

DTM Finale mit Titel-Triple

Stimmen zum Rennen.

Gary Paffett (37 Jahre, England):
„Es ist absolut unglaublich. Das ist der beste Tag in meinem Leben. Der erste Titel kam 2005 so schnell. Auf diesen habe ich 13 Jahre hingearbeitet, um wieder ganz oben zu stehen. Es hat lange gedauert, aber in diesem Jahr hat das Team mir ein klasse Auto hingestellt. Ich habe es immer genossen, damit im Qualifying zu fahren. Ich kann es immer noch nicht glauben. Ich bin die meiste Zeit des Rennens alleine gefahren und hatte deshalb viel Zeit, um darüber nachzudenken. Dann dachte ich mir: Jetzt sind es nur noch fünf Runden in meiner DTM-Karriere und dann nur noch 4, 3, 2, 1... Einmal wäre ich sogar beinahe deswegen abgeflogen. Aber es ist ein fantastisches Gefühl, den Titel gewonnen zu haben. Hinter mir liegt eine großartige Zeit mit diesem Team. Vielen Dank an jeden Einzelnen in der Mannschaft für die harte Arbeit, die sie alle in das Auto gesteckt haben. Jetzt haben wir es geschafft!“

Edoardo Mortara (31 Jahre, Italien):
„Das war ein ebenso schwieriges wie seltsames Rennen für mich. Ich bin von Platz sechs ins Rennen gegangen und hatte einen guten Start. Ich ging sofort an Augusto Farfus vorbei und konnte dann auch Bruno Spengler überholen. Meine Pace war im ersten Stint gut. Ich fuhr hinter den Top-3 und achtete auf meine Reifen. Mein Boxenstopp war okay, aber ich weiß nicht, was dann im zweiten Stint passiert ist. Die Reifen sind einfach eingegangen. Der Grip-Unterschied war enorm und ich hatte keine Pace mehr. So konnte ich nichts mehr herausholen. Ich freue mich aber für Gary. Dieser Titel ist wichtig für alle im Team.“

 

Paul Di Resta (32 Jahre, Schottland):
„Das war leider ein enttäuschender Saisonabschluss für mich. Wenn man als Führender in der Gesamtwertung zum Finale anreist, möchte man die Saison natürlich am Ende auch als Meister abschließen. Leider hat es nicht sollen sein. Es war einfach nicht mein Wochenende. Glückwunsch an Gary zu seinem zweiten DTM-Titel. Damit haben wir zumindest unser Mannschaftsziel erreicht: Der Meister sitzt in einem Mercedes. Vielen Dank an meine Jungs für die harte Arbeit in dieser Saison. Sie haben das Triple absolut verdient.“

 

Ulrich Fritz, Mercedes-AMG Motorsport DTM Teamchef:
„Wir haben es geschafft! Glückwunsch an Gary zu seinem zweiten DTM-Titel nach 2005. Es war ein unglaublicher Kampf am Ende mit einem denkbar engen Ausgang. Unser größter Respekt für die Leistung von René Rast und Audi in den letzten Rennen. In unserem letzten Jahr in der DTM das Triple nach Stuttgart zu holen ist sensationell. Vielen Dank an das gesamte Team für die harte Arbeit und die Leidenschaft, die sie über das ganze Jahr gezeigt haben. Unser Dank geht aber auch an Audi und BMW für die vergangenen Jahre, die tollen Rennen und die gemeinsame Zeit. Wir werden euch vermissen.“